In Italien gibt es  tatsächlich mehr als 1.500 bekannte Varietäten, wovon 350 Rebsorten offiziell für die Weinproduktion registriert und zugelassen sind. (Verzeichnis unter http://catalogoviti.politicheagricole.it/catalogo.php) Jedes Jahr werden aus der Schatzkammer neue “alte” Reben wiedererweckt.

Man unterscheidet zwischen “internationalen” und “autochthonen” Rebsorten. Internationale Rebsorten sind z.B. Chardonnay, Merlot, Cabernet Sauvignon, Syrah etc. Als autochthon bezeichnet man diejenigen, die an “Ort und Stelle” entstanden sind und seit langer Zeit in einem bestimmten Anbaugebiet (einer bestimmten Region) kultiviert wurden. Meistens handelt es sich um besonders gute Weinqualitäten, da sich die Reben seit jeher ideal an Klima und Boden angepasst haben.

In den letzten Jahren gibt es in Italien einen starken Trend, (fast) vergessene autochthone Rebsorten, die beinahe ausgestorben waren, wieder anzubauen und zu vermarkten. Dies bieten den Produzenten neue kommerzielle Möglichkeiten und den Verbrauchern neue Anreize.

Um davon nur einige zu nennen, Timorasso (weiß, Piemont), Tintilia (rot, Molise), Nascetta (weiß, Piemont) , Recantina (rot, Venetien), Roussin de Morgex (rot, Aostatal), Roviello oder Grecomusc (weiß, Kampanien) oder auch Sorten, die in Italien derzeit richtig “in Mode gekommen  sind”, wie z.B. Nerello Mascalese (rot, Sizilien, Etna-Region), Passerina, Percorino (weiß, Marchen) Uva di Troia (rot, Apulien).

Kleine Produzenten haben die ehemaligen “Stiefmütterchen” wieder zu neuem Leben erweckt und produzieren großartige Weine mit ungeahnten Aromen und Struktur.

Es gibt wirklich viel zu probieren!